Übersetzung des lateinischen Urkundentextes mit der 
Ersterwähnung von Mühbrook 
1238, Octbr. 15. 

Gerhard II. Erzbischof von Bremen... 

Im Namen der heiligen und unteilbaren Dreieinigkeit. Ich, Gerhard von Gottes Gnaden
der bremischen Kirche allen rechtsgläubigen Christen zum Gruß! 

Damit die Erinnerung an die Taten nicht durch die nachfolgenden Zeitspannen abnehme, hat sich
die menschliche Kunstfertigkeit nicht unbesorgt daran gewöhnt, für sich die Hilfsmittel
der schriftlichen Abfassung anzuwenden. Hieraus ergibt sich daher, dass wir zur Kenntnis der
gegenwärtigen wie der zukünftigen Menschen gelangen lassen wollen, dass wir die Zehnten der
Brachenfelder des Kirchspiels Neumüsnter und der daselbst errichteten Kapellen, nämlich die Brügges
und Flintbeks, die unser hochgeschätzter Schwager, Graf Adolf von Holstein aus unserer Hand
empfangen hat, der vorgenannten Kirche von Neumünster aus freien Stücken und ohne Einschränkung
übertragen haben, da der bereits genannte Graf sie selbst an uns abtrat und forderte, dass es geschehe. 

Folgende sind die Namen der Dörfer, in denen die Zehnten erhoben werden: 

Mühbrook, Schmalstede, Sprenge, Voorde, Molfsee, Drecksee (bei Kiel), Mielkendorf,
Belekendorf (bei Bordesholm), Flintbek, Böhnhusen, Schönhorst, Lüdersdorf (bei Brügge),
Bissee, Buchwald, Brügge, Kleinharrie, Großharrie, Dudendorf (Kirchspiel Brügge), Bokhorst,
Rolevesdorf (Kirchspiel Neumünster), Schipphorst, Hollenbek und Willingrade. 

Auch wenn neue Dörfer innerhalb der Grenzen der besagten Dörfer gegründet oder von
dem einen Ort zu einem anderen umgesetzt werden, so werden sie dennoch nicht weniger
zu derselben Kirche gehören. 

Damit als diese unsere Tat rechtskräftig und unerschütterlich bleibe, haben wir veranlasst,
dass die vorliegende Urkunde durch das Anhängen unseres Siegels und die Unterschrift der
Zeugen endgültige Rechtskraft gewinnt, wobei wir alle, die ihre Gültigkeit anfechten, gemäß
der wahren Autorität des allmächtigen Gottes mit der Härte des Kirchenbannes schlagen. 

Zeugen aber sind folgende: Abt Albert von Sankt Marien, Probst Gerhard von Stankt Georg in
Stade, der Schatzmeister der bremischen Kirche Bernhard, die Ritter Heinrich von Barmstedt,
Gerlaus, den man von Gröpelingen nennt, der Vogt Gottfried und Iwan von Blidersdorf. 

Verhandelt wurde dieses im Jahre der Menschwerdung des Herrn 1238 zur Zeit der 12. Indiktion.
Ausgefertigt in Stade durch die Hände unseres Schreibers Hyronimus am 15. Oktober im 18. Jahre
unseres Pontifikates. 

Muthenbrooke = Mündungsbruch

1269 wird Mühbrook vom Ritter Marquard von Segeberg „Muthebroke“ genannt,
1290 spricht der Graf von Holstein von dem Dorf Mudhebroke. 

Eine alte überlieferte Sage deutet den Ortsnamen auf ihre Weise: 

„Als die Mönche die Gebeine des heiligen Vicelin von Neumünster nach Bordesholm bringen wollten
(1332), sank der Wagen im unwegsamen Gelände ein. Eine unbekannte Stimme ermahnte die Mönche,
worauf diese ein Gelübde taten, vor dem Kloster ein Armenhaus zu bauen. Darauf ging der Wagen weiter.
Daher stammt der Name Mühebrook oder Mödebrook.“